Der Mensch ist mehr als eine Zahl!

Die Nummer auf dem Personalausweis, die Sozialversicherungsnummer, die Nummer auf dem Autokennzeichen, die Nummer des Bankkontos. Zahlen vereinfachen die Kommunikation, sie etikettieren uns. Die Statistik entscheidet, ob wir arm und reich sind oder so mittendrin. Die Höhe des Regelsatzes: 424 Euro für eine alleinstehende Person: auch eine Zahl. Und Computer: sie „rechnen“ mit Zahlen, mit Nullen und Einsen. Jede Software, jedes Wort, das wir da schreiben, wird in diese beiden Zahlen zerlegt.
Zahlen reduzieren. Sie verkleinern das, was Menschen sind und tun auf Zeichenfolgen. Damit kann dann besser, effektiver „gearbeitet“ werden. Menschen arbeiten mit diesen Zahlen. Menschen haben das „für“ Menschen entwickelt. Was macht das mit uns? Wer sind die Menschen, für die diese Zahlen stehen. Darüber wollen wir mit Dir während unserer Aktionswoche diskutieren!

 

Arbeitswelt
Der Wandel in der Arbeitsgesellschaft durch Globalisierung und Arbeitsverdichtung sowie weitere Technisierung verschärft die Auswirkungen der Arbeitswelt auf die Lebenslagen und Biografien der Menschen. Im Spannungsfeld der Notwendigkeit der Arbeitsgesellschaft und den lebensweltlichen Realitäten der Betroffenen wird die soziale Ungleichzeit zunehmen und die Teilhabechancen werden sich noch ungerechter verteilen. Damit die Verantwortung für den eigenen Lebensentwurf nicht den Einzelnen alleine zugeschrieben wird, müssen wir gemeinsam aktiv werden!

 

Digitalisierung
Digitalisierung ist der Megatrend unserer Zeit.
Wir freuen uns einerseits über erweitere Kommunikationsformen während andrerseits die drängenden Fragen nach dem Datenschutz und der Kontrolle der neuen Möglichkeiten und vor allem der Schutz der gesammelten Daten noch lange nicht geklärt sind. Da diese Technik weltweit zum Einsatz kommen wird, müssen wir uns den damit verbundenen Herausforderungen stellen und uns einbringen. Nur so können wir uns und unsere sozialen Bürgerrechte schützen.

 

…mehr als eine Zahl sein
Wir leben in einem immer größer werdenden Dilemma.
In einer immer schneller wachsenden globalen Gesellschaft ist es viel einfacher, Entscheidungen aufgrund von Zahlen, Durchschnittswerten und Statistiken zu treffen als alle mit einzubeziehen.
Wir Menschen wollen aber mehr als eine Zahl sein, mehr sein als ein winziger Teil einer Statistik. Wir wollen in unserer individuellen Einzigartigkeit wahrgenommen werden und als solche auch handeln und Einfluss nehmen können. Individuen mit ihren Menschenrechten stehen Algorithmen und letztlich künstlicher Intelligenz gegenüber.
Wo bleiben die ethischen Maßstäbe?

Die Landesarmutskonferenz ist ein Bündnis aus den Verbänden der freien Wohlfahrtspflege in Baden-Württemberg, des DGB Landesbezirks und der Basis- und Betroffeneninitiativen.

Die Aktionswoche wird unterstützt durch das Ministerium für Soziales und Integration aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg.

ARMUT BEDROHT ALLE

AKTIONSWOCHE 2019: "DER MENSCH IST MEHR ALS EINE ZAHL!"

Kontakt

Liga der freien Wohlfahrtspflege in Baden-Württemberg e.V.

Stauffenbergstr. 3
70173 Stuttgart

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✎ 2019 von Liga der freien Wohlfahrtspflege in Baden-Württemberg e. V.